Himmlische Butternuss-Kürbissupe!! (vegan)

In meinem Kühlschrank fand ich heute morgen einen halben, übrig gebliebenen Butternuss-Kürbis. Da ich ein absoluter Kürbis-Fan bin und es ja endlich Herbst ist, schoss mir natürlich sofort eine Idee in den Kopf. Etwas simples, aber trotzdem leckeres – Kürbis-Kokos-Suppe. Dafür braucht man ja glücklicherweise nicht so viele Zutaten, also hatte ich alles da. Obwohl ich einfach nach Gefühl, ohne Rezept oder Mengenangaben drauf los kochte, gelang das „Experiment“ erstaunlich gut! Das Endresultat war eine unfassbar cremige, leicht süßliche, aber im Abgang scharfe Butternuss-Kürbissuppe. Ich hoffe mal es gibt noch mehr Kürbis-Freaks hier außer mir!

 

Butternuss-Kürbis-Kokos-Suppe

Zutaten: 

  • ein halber Butternuss-Kürbis (zur Not geht natürlich immer auch mehr)
  • eine halbe Dose Kokosmilch (oder eine ganze, abhängig vom Kürbis)
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • eine Koblauchzehe
  • ein Stück Ingwer gehackt (etwa 2 cm)
  • ca. 1 EL Tomatenmark
  • Currypaste
  • Koriander (gemahlen)
  • Garam Masala
  • Currypulver
  • Kurkuma
  • Salz und Pfeffer n.B.
  • etwas Öl zum Anbraten

Zuerst die Zwiebel in kleine Stücke schneiden, dann in einem Topf mit etwas Öl anschwitzen. Dazu etwas später die gequetschte Knoblauchzehe geben und weiter dünsten. Wenn die Zwiebel glasig ist, etwa einen Esslöffel Tomatenmark dazu geben und einen Teelöffel von der Currypaste. (Ich habe grüne genommen, weil die gerade in meinem Kühlschrank war, aber ich glaube jede andere tut es auch.) Dann nach Belieben die Gewürze hinzufügen und weiter braten lassen. In der Zwischenzeit den Kürbis schneiden, am besten in Würfel. Je kleiner, desto eher ist er durch. Den gewürfelten Kürbis auch in den Topf geben, und umrühen. Nachdem alles noch mal kurz angebraten wurde, das ganze mit Wasser ablöschen und auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis der Kürbis weich und genießbar wird. Dann kann das alles auch schon püriert werden. Am besten geht das mit einem Stabmixer direkt im Topf. Wenn das Ganze zu einer Art orangem Kürbisbrei geworden ist, wird die Kokosmilch hinzu gegeben. (Am besten vorher nicht im Kühlschrank lagern und kurz schütteln). So jetzt noch etwas Salz und Pfeffer hinzufügen und mit den anderen Gewürzen nach Belieben abschmecken. Fertig ist die perfekte herbstliche cremige Butternuss-Kürbis-Kokos-Suppe.

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Vietnamesische Küche

Ganz ehrlich – wer hat sich schon einmal mit vietnamesischem Essen auseinander gesetzt? Damit meine ich nicht „gebratene Nudeln mit Hähnchen“ oder „knusprig Ente“, sondern das, was sie dort – in Vietnam – wirklich täglich essen. Denn, wer hätte es gedacht, fettige, gebratene, mit Glutamat gewürzte Nudeln aus Hartweizengries stehen bei einem Vietnamesen nicht täglich auf der Speisekarte.

Mein erstes „Frühstück“ in Vietnam war eine sehr interessante Erfahrung. Es gab nämlich Reisbandnudelsuppe, das traditionelle Landesgericht Phở  und zwar in einem Bistro an der Straße. In Vietnam (und sehr wahrscheinlich auch in vielen anderen asiatischen Ländern) spielt Frühstück oder nicht-Frühstück nämlich kaum eine Rolle! Für einen Europäer mag es vielleicht komisch erscheinen dieselbe Bandnudelsuppe zum Frühstück wie zum Mittag zu essen (und gerne auch mal zum Abendessen), aber dort unten ist das ganz normal. Und wenn man es mal ganz logisch betrachtet, dann ist es doch auch total überbewertet von uns, aus dem Frühstück so eine extra-abgesonderte Mahlzeit zu machen. Nur durch diese seltsame westliche Tradition werden Menschen mitunter seltsam angeschaut, wenn sie gerne Nudeln mit Tomatensauce frühstücken oder Müsli zum Abendbrot essen. Dabei spielt es doch eigentlich gar keine Rolle, wann wir welche Nahrungsmittel essen und vor allem auch in welcher Kombination. Auch wenn es am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig war, immer herzhaft zu frühstücken und nur selten Obst und schon gar keine Brötchen zu haben, muss ich doch sagen, dass ich mich am Ende echt dran gewöhnt hatte. Im Prinzip gibt es halt wirklich keinen Grund einen Unterschied zwischen den drei täglichen Hauptmahlzeiten zu machen.

Trotzdem habe ich natürlich zurück in Deutschland direkt wieder angefangen meine heißgeliebten Haferflocken mit Obst zu frühstücken und dazu einen Kaffee zu genießen. Denn in Vietnam wird zwar viel Kaffee getrunken, aber nicht zum Frühstück, sondern einfach so zwischendurch in einem der zahlreichen Cafés am Straßenrand. Und dann natürlich eisgekühlt, bei den Temperaturen.

Aber natürlich essen sie in Vietnam nicht jeden Tag von Morgens bis Abends Nudelsuppe. Es gibt viele verschiedene Gerichte, die dich in zahlreiche Bistros locken, sodass ich gar nicht alles probieren konnte. Klar, sie essen viel Reis, Reisnudeln und Sommerrollen aus Reispapier, aber auch viel Fisch, Fleisch und ausgefallene Sorten von Gemüse. Auch wenn das Land an sich nicht sehr Vegetarier-freundlich ist, haben mir persönlich die vegetarischen Gerichte besonders gut geschmeckt. Sehr interessant ist auch, dass sie dort sehr gern und viel Tofu essen, aber nicht, um das Fleisch zu ersetzen, sondern einfach als eine weitere Komponente des Essens. Wie eine Beilage quasi. Ganz wichtig dafür sind auch immer die speziellen Saucen, in die man verschiedene Dinge dippt, um den besten Geschmack zu erhalten.

Mit hat es kulinarisch alles sehr gut gefallen.

Sonntage

Heute ist ein Sonntag. Der erste Sonntag seit gefühlt 3 Monaten an dem ich mal ganz Zeit für mich alleine hatte. So einen Sonntag hatte ich schon ewig herbei gesehnt. Aber wie das eben immer so ist mit Dingen, auf die man sich schon lange freut: es wird am Ende nie so toll wie man es sich ausmalt. Ich war weder produktiv noch habe ich den ganzen Tag gefaulenzt. Ich war zu faul mir etwas geiles zu Essen zu kochen, gleichzeitig aber zu geizig, um etwas ähnlich gutes zu bestellen. Es war eine unangenehme Mischung, die mich jetzt nicht entscheiden lässt wie ich den Abend ausklingen lassen soll – meine Zeit mit Netflix vergeuden oder doch noch etwas für die Uni zu tun? Und innerlich hat mich dieser Tag auch nicht erfüllt. Letztendlich habe ich mich entschieden die Zeit zu nutzen, um meinen langen Traum von einem eigenen Blog endlich mal anzugehen. Ich weiß noch gar nicht, was das hier wird. Aber es sollte definitiv Essen beinhalten. Außerdem ich habe vor ein paar Eindrücke von meinen bisherigen Reisen zu zeigen.

Vielleicht war dieser Sonntag am Ende doch nicht so nutzlos wie er sich im Moment anfühlt.